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Lehrveranstaltungen im Sommersemester

Einführung in die Wirtschaftspolitik

Grundlegende Konzepte mikro- und makroökonomischer Theorien zu verstehen sowie diese auf wirtschaftspolitische Fragestellungen anwenden zu können, ist Voraussetzung fundierter Wirtschaftspolitik. Nur so lässt sich nachvollziehen, wie aus wohlfahrtsökonomischer Perspektive Staatseingriffe in das Marktgeschehen legitimiert und theoriegestützte Politikempfehlungen abgeleitet werden können. Im Rahmen der Vorlesung wird unter anderem erläutert unter welchen Bedingungen es zu Marktversagen kommen kann und welche wirtschaftspolitischen Instrumente den Trägern der Wirtschaftspolitik zur Erreichung wirtschaftspolitischer Ziele zur Verfügung stehen. Weiterhin werden aktuelle wirtschaftspolitische Themen besprochen.

Inhaltlich orientiert sich die Vorlesung am Lehrbuch von Klump (2013).

Bitte beachten Sie: Im Sommersemester 2018 wird Einführung in die Wirtschaftspolitik nicht gelesen. Die Prüfung wird wie gewohnt angeboten.

 

Innovationstheorie und -politik 

Im Rahmen ausgewählter mikro- und makroökonomischer Theorien wird die Bedeutung alternativer Anreizmechanismen für die Entstehung und Verbreitung von Innovationen erörtert sowie resultierende Wachstumsprozesse aufgezeigt. Dynamische Analysen ermöglichen es, die Konsequenzen individueller Entscheidungen im Zeitablauf zu analysieren und so insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen statischer und dynamischer Effizienz zu verstehen. Es wird gezeigt, welche wirtschaftspolitischen Eingriffe des Staats sich bei Marktversagen als legitim und geeignet erweisen, korrigierend in den Markt einzugreifen, um die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt zu maximieren.

Methods in Economic Dynamics 

Im Rahmen des Methodenworkshops wird zum einen die theoretische Modellierung der in Innovationsprozessen wirkenden Effekte sowie die Implementierung dieser Modelle innovationsbasierten Wachstums in Computeralgebrasystemen behandelt. Darüber hinaus wird die Erfassung, Aufbereitung und Analyse ökonomisch relevanter Daten vorgestellt und vertieft. Studierende erlernen beispielsweise den Umgang mit relationalen Datenbanken von Patenten oder Marken, die ökonometrische Auswertung erfasster Daten oder deren Abbildung mittels Methoden der Netzwerktheorie.

Weiterhin werden aktuelle Forschungsfragen und -methoden aus den Bereichen:

  • Network Science in Economics and Innovation
  • Dynamische Optimierung
  • (Räumliche) Ökonometrie

vorgestellt. Hierbei werden voraussichtlich folgende Programme und Sprachen benutzt: Gephi, Pajek, Mathematica, Matlab, ArcGIS, Python, Java.

Volkswirtschaftslehre II: Makroökonomik

Die Vorlesung verschafft zunächst einen Überblick über die elementaren volkswirtschaftlichen Indikatoren und entwickelt ein erstes Verständnis für makroökonomische Zusammenhänge in einzelnen Volkswirtschaften und in der globalisierten Welt. In verschiedenen Gleichgewichtsmodellen geschlossener und offener Volkswirtschaften wird der Einfluss wirtschaftpolitscher Maßnahmen auf Preise, Zinsen, Beschäftigung und Produktion analysiert. Dynamische Prozesse wie Inflation, Wachstum und Konjunktur sowie die Notwendigkeit und die Grenzen wirtschaftspolitischer Maßnahmen werden untersucht.

Lehrveranstaltungen im Wintersemester

Endogene Wachstumstheorie 

Im Rahmen der Vorlesung Endogene Wachstumstheorie wird erläutert, welches die Determinanten der Wachstumsrate und damit die Hintergründe der Entwicklung ganzer Volkswirtschaften sind. Insbesondere wird analysiert, welche Größen das Niveau und die Entwicklung von Einkommen und Konsum in der langen Frist bestimmen sowie welche Rollen dem technischen Fortschritt, dem Humankapital und dem Staat im Wachstumsprozess zukommen. Die Analyse der Wachstumsdeterminanten dient zugleich der Identifikation von Faktoren, die hilfreich sein können, um eine bestehende Wachstumsschwäche zu überwinden. Darüber hinaus wird hinterfragt, weshalb manche Länder arm und andere reich sind. Als formaler Rahmen dient das Ramsey-Modell mit dessen Hilfe die gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate als Ergebnis individueller Optimierungsentscheidungen hergeleitet werden kann. Dieses Modell ist eine Weiterentwicklung des Solow-Modells, bei dem für das Wachstum entscheidende Faktoren wie die Sparquote oder der technologische Fortschritt nicht innerhalb des Modells erklärt werden und somit exogen sind. Ziel der endogenen Wachstumstheorie ist es nun, diese Mängel zu beheben und insbesondere die Entstehung technologischen Fortschritts innerhalb eines Modells zu erklären, um somit einen detaillierteren Einblick in die Determinanten des Wachstums zu gewinnen.

Ein weiterer zentraler Punkt der Vorlesung sind die wirtschaftspolitischen Implikationen der Theorien, welche bei Vorliegen von Marktversagen resultieren. Darüber hinaus wird ein Überblick gegeben, wie sich die endogene Wachstumstheorie in den letzten 15 Jahren verändert hat. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der zunehmenden empirischen Überprüfung und Weiterentwicklung der grundlegenden Modelle.
Die Vorlesung orientiert sich inhaltlich an den Lehrbüchern von Barro und Sala-i-Martin (2004), Acemoglu (2009) und Maußner und Klump (1996).

Spatial Economics

Die Vorlesung basiert auf den Theorien der Neuen Ökonomischen Geogra fie und beschäftigt sich mit den reallohnbasierten Anreizen der Arbeitsmobilität, welche zu räumlichen Konzentrationsprozessen führt. Mittels vorrangig quantitativer Methoden werden Agglomerations- und Dispersionskräfte aufgezeigt, die die Basis theoriebasierter Politikempfehlungen bilden. Spatial Economics ergänzt damit das Bild ökonomischer Aktivität um den räumlichen Faktor. 

Inhaltlich orientiert sich die Vorlesung am Lehrbuch: Brakman, S., Garretsen, H. und van Marrewijk, C.: 2009, The New Introduction to Geographical Economics, Band 2, Cambridge University Press, Cambridge, UK.

 

Regelmäßig angebotene Seminare

Quantitative Methoden der VWL

Um theoretisch fundierte wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen ableiten zu können, müssen grundlegende Kenntnisse sowohl mikro- als auch makroökonomischer Theorien vermittelt werden. Hierzu zählen die Analyse des Verhaltens einzelner Wirtschaftssubjekte zur Allokation von knappen Ressourcen ebenso wie (endogene) Wachstums- und Innovationsmodelle sowie beispielsweise regionalökonomische Modelle. Unerlässlich ist die Anwendung formal-analytischer sowie numerischer Methoden, die zunehmend den Einsatz moderner Software erfordern.

Im Seminar sollen verschiedene ökonomische Themenstellungen mithilfe des Softwarepaketes Mathematica dargestellt, analysiert und gegebenenfalls anhand eines Beispiels illustriert werden.