Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik

Knowledge Generation and the Speed of Knowledge Obsolescence in the Era of the Digital Transformation

Zusammenfassung

Seit dem Aufkommen der digitalen Transformation hat der weit verbreitete Gebrauch digitaler Technologien zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Wissen geführt. Besonders mit der Veröffentlichung des grafikfähigen Internetbrowsers MOSAIC im Jahr 1993 wurden Informationen und Wissen einer breiten Masse zu relativ geringen Kosten zugänglich gemacht. Diese Entwicklung deutet auf eine Beschleunigung der Rate hin, mit der Wissen generiert wird. Insbesondere die Vergrößerung der technischen Wissensbasis spielt eine entscheidende Rolle im Hinblick auf wirtschaftliches Wachstum im Kontext der endogenen Wachstumstheorie. Die Modelle von Romer (1990) sowie Aghion und Howitt (1992) prognostizieren, dass ein schnellerer technologischer Fortschritt – unter sonst gleichen Umständen – zu beschleunigtem Wirtschaftswachstum führt. Um die Vergrößerung der technischen Wissensbasis und deren Folgen zu untersuchen, ist es vonnöten nicht nur die Geschwindigkeit der Generierung von Wissen zu analysieren, sondern auch wie schnell es obsolet wird. Allerdings existiert bis dato keine Studie, die eine hinreichende Zeitspanne nach Aufkommen der digitalen Transformation abdeckt. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit mit der Frage, ob es einen signifikanten Unterschied in der Geschwindigkeit der Wissensgenerierung sowie -obsoleszenz vor und nach 1993 gibt. Die Arbeit liefert Schätzwerte für die Geschwindigkeit, mit der technologisches Wissen entsteht und auch obsolet wird. Die Schätzungen beruhen auf Patentdaten der USA, die sich über den Zeitraum von 1973-2012 erstrecken. Darüber hinaus bestätigt die Arbeit Indizien früherer Studien, dass das Aufkommen der digitalen Transformation um 1990 mit einer schnelleren Entstehung und Obsoleszenz von technischem Wissen zusammenfällt.

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